Dienstag, September 28, 2021

Wenn frau nicht weiß, was unter ihr läuft

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Wenn frau nicht weiß, was unter ihr läuft

Es gibt Tage, die verbringt man am besten nicht mit seiner besseren Hälfte. Und dann gibt es die anderen, an denen man froh ist, überhaupt eine zu haben.

Eine Motorradtour steht an. Ich kenne den Fahrer, aber nicht den Fahrgestell-Typ. Mit Helm und geliehener Ausrüstung stehe ich frühmorgens vor einer grau wirkenden Maschinen, deren Glanz vermutlich in irgendeinem abgelegenen Kellerloch dem Staub zum Opfer fiel.

“An der habe ich tagelang rumgeschraubt”, informiert mich mein Begleiter, “schau mal, ob du hinten sitzen kannst.” Schon beim Aufsteigen bilden meine Zehen Synapsen mit den Fußrastenn und meine Beine automatisch einen rechten Winkel. “Total bequem!” analysiere ich meine Sitz-Situation. “Prima, dann kann`s ja losgehen”, freut er sich. Erleichtert über die Tatsache, ihm mit meiner Antwort die wohlverdiente Anerkennung für sein schweißtreibendes Werkeln gezollt zu haben, umklammere ich startbereit seinen durchtrainierten Körper. Gut gegen Nordwind. Eine Steilkurve folgt der nächsten inmitten bayerischer Bergstrecken. Meine in der Theorie durchaus vorhandene Anpassungsfähigkeit an Schräglagen jeglicher Art, fällt in einer dieser Serpentinen durch den Praxistest: mein rechtes Knie kratzt kurz am Straßenteer. Aua. Im Bruchteil einer Sekunde rutscht die Erhaltung meines Knies auf Platz eins der Prioritätenliste und verdrängt damit die Begutachtung greifbarer männlicher Attribute.

Gerade, als ich mein Visier nach oben klappen will, um meinen Atemaussetzer durch vermehrte Luftzufuhr zu kompensieren, winkt uns eine Kelle heraus. Polizeikontrolle.

(… Fortsetzung folgt)

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